Der SV Gimbsheim ist am morgigen Mittwoch wieder in der Landesliga Ost gefragt. F: Wolff
Der SV Gimbsheim ist am morgigen Mittwoch wieder in der Landesliga Ost gefragt. F: Wolff

Ein Charaktertest

Landesliga Ost +++ Zuletzt enttäuschende Gimbsheimer müssen bei Phönix Schifferstadt ran

 

Gimbsheim . Bei Abpfiff hatte Marc Franken als Trainer des SV Gimbsheim einen richtig dicken Hals. Nach gutem Start und einer 2:0-Führung hatte sich seine Elf am Sonntag beim SV Geinsheim in eine 2:4-Niederlage ergeben. Den Auftritt bei Phönix Schifferstadt am Mittwoch (19.30 Uhr) betrachtet Franken deshalb jetzt auch als einen Charaktertest. Die klare Ansage: „Jeder auf dem Platz muss seine Pflicht erfüllen.“


Genau da klemmte es in den Augen des Gimbsheimer Trainers zuletzt immer wieder. Schon beim 1:1 im Heimspiel gegen den TuS Altleiningen wurde phasenweise mehr gemosert, als die eigenen Qualitäten eingebracht. Und in Geinsheim? „Wir hatten am Ende elf Mann auf dem Platz, die mit sich, mit dem Gegner, mit allem unzufrieden waren.“ Dabei, Marc Franken zuckt ernüchtert mit den Schultern, „haben wir doch auch viele erfahrene Spieler“.

 

Ein Problem ist freilich weiter die personelle Situation. Nach ihren Roten Karten gegen Altleiningen sind Phil Wesner und Oliver Spies noch mal gesperrt. Weitere verletzungsbedingte Ausfälle sorgen dafür, dass es Franken an Alternativen fehlt. „Wir werden jeden Spieler noch mal abfragen“, kündigt er zwar an und hofft, mehr als nur Nico Marquardt auf die Bank setzen zu können. Andererseits möchte er die Situation auch als Chance für die elf Akteure vom Sonntag verstehen, die zeigen sollen, dass sie es besser können. Sollte dies nicht gelingen, davon ist Franken („ich habe Schifferstadt beim 4:4 in Worms gesehen“) überzeugt, wird auch das Spiel am Mittwoch in die Hose gehen.

 

Quelle: https://www.fupa.net/berichte/sv-gimbsheim-ein-charaktertest-2250544.html


SV Gimbsheim sucht Nachwuchsfussballer

Der SV Gimbsheim sucht nach jungen Fußballern, die Spaß am Fußball haben und denen die Verantwortlichen im Verein ein mögliches neues Umfeld zeigen möchten, indem sie sich fußballerisch aber auch persönlich und schulisch optimal weiterentwickeln und verbessern können. „Zu bieten haben wir eine top Sportanlage mit einem Kunstrasen- und Rasenplatz, lizensierte Trainer von den Bambinis bis hoch zur A-Jugend und natürlich unser ganzheitliches Jugendförderkonzept Anpfiff-ins-Leben, wobei Fußball, Schule, Beruf und Soziales miteinander verknüpft werden. Also kommt vorbei und zeigt euer Können“, schickt SV-Spieler Nico Marquardt einen Appell an alle  Interessierten. 


Enis Aztekin zurück auf der Fußball-Bühne

GIMBSHEIM - Dieser Transfer hat überrascht. Dass Enis Aztekin nach einem halben Jahr Auszeit noch einmal auf die Fußball-Bühne zurückkehren würde, das erschien wahrscheinlich. Dass er das allerdings in Gimbsheim tut, damit hatte wohl keiner gerechnet. Der Außenstürmer mit ordentlich Oberliga- und vereinzelt Regionalliga-Erfahrung wertet die ohnehin schon schlagkräftige Offensive des Landesliga-Aufsteigers ein gutes Stück auf.

 

Im Winter hatte sich der damalige Leistungsträger bei Oberligist TSG Pfeddersheim entschieden, eine Fußball-Pause einzulegen. Gimbsheims Trainer Marc Franken bekam dies mit. Und bot Aztekin – dessen Vater er kennt – an, sich im Training am Altrhein fit zu halten. Zwar nicht allzu oft – drei, vier Male, sagt Franken – nahm der Flügelflitzer das Angebot auch an. Genau jene wenigen Male aber schienen bei ihm bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. Denn kurz vor Saisonende fragte der 22-Jährige bei den Gimbsheimern an, mochte künftig für sie auflaufen.

Diese reagierten zunächst besonnen, gaben dem 22-Jährigen Bedenkzeit, rechneten erst einmal nicht mit ihm und hatten immer im Hinterkopf: „Wenn jetzt ein höherklassiger Verein anfragt und er zusagt, haben wir eine Lücke im Kader“, berichtet Franken. Der Coach plante also unabhängig von Aztekins Entscheidung. Dass die letztlich positiv für den SVG ausfiel: für Franken ein Bonus.

„Ein Spieler mit solcher Qualität ist in Gimbsheim außergewöhnlich“, freut sich der Coach über den Coup. Trotz der unbestritten vorhandenen Veranlagung beim 22-Jährigen sieht Franken bei ihm „keinerlei Starallüren“. Der Trainer betont: „Er wird ganz normaler Teil der Mannschaft sein.“ Und zwar bis Saisonende, darauf vertraut Franken.

Mit Aztekin, den weiteren namhaften Zugängen Sebastian Schulz (TSG Pfeddersheim) und Philip Wesner (RWO Alzey), dazu Bezirksliga-Torschützenkönig Dominick Schwarz, Topscorer Adriano Fragomeli und Spielmacher Dennis Seyfert hat Gimbsheim vor allem offensiv gehörige Qualität im Kader. Ein Grund, die Altrheiner als Geheimtipp für die kommende Landesligasaison zu handeln. Warum auch nicht? Erst jüngst schafften mit dem TuS Marienborn und und dem TSV Gau-Odernheim zwei Teams den Durchmarsch. Große Ambitionen zu hegen, das allerdings ist überhaupt nicht die Art von Coach Franken. „Wenn andere sagen: Mit dem Spielermaterial müssen die was reißen, dann ist mir das wurscht.“ Franken bleibt auf dem Boden: Ja, fünf seiner Spieler haben schon in höheren Ligen gespielt, rechnet er vor. „17 aber eben noch nicht.“                Autor: Nils Salecker

 

Quelle:  http://www.allgemeine-zeitung.de/sport/lokalsport/fussball/worms/sv-gimbsheim-ambitionen-mit-neuzugang-aztekin_18916644.htm


Fahnen sollen höher wehen

Jugendförderzentrum von „Anpfiff ins Leben“ will schulisches und fußballerisches Niveau steigern

 

Drei Fahnen wehen an der Eingangspforte des Gimbsheimer Vereinsgeländes: die SV-Flagge, die des Südwestdeutschen Fußballverbands (SWFV) und die von „Anpfiff ins Leben“. Letzterer ist Name des Vereins, der sich der Jugend des SV Gimbsheim angenommen hat. „Anpfiff ins Leben“ ist Pate des Jugendförderzentrums auf dem Sportgelände des SV.

Dass sich ein Leben nicht nur um Fußball dreht, ist Kern der Philosophie der Vereinigung, die von Dietmar Hopp, SAP-Mitbegründer und unter anderem Mäzen der TSG Hoffenheim, gefördert wird. Schule, Beruf und Soziales sind die Bereiche, in denen die Kids neben dem Fußball weitergebracht werden sollen. Dementsprechend gibt es für die unterschiedlichen Jahrgänge verschiedene Angebote: beispielsweise Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe, Selbstverteidigungs- und Kochkurse oder Bewerbertraining. Viele davon sind verpflichtend, erzählt der Leiter des Jugendförderzentrums Nico Marquardt: „Wer nicht da ist, spielt am Wochenende eventuell nicht.“

Aber auch für den Fußball selbst nahm „Anpfiff ins Leben“ bereits ordentlich Geld in die Hand. 2013 finanzierte der Verein den neuen Kunstrasen, 2014 die Klubgaststätte. 2016 wurde ein nagelneuer Kabinentrakt mit Duschen und Fitnessraum eingeweiht. Im März dieses Jahres sollen Flutlicht- und Beregnungsanlage für den Rasen folgen. Und: Bereits 2015 war das Gebäude des Jugendförderzentrums eröffnet worden – Schalt- und Waltzentrale des Nachwuchsprojektes. Marquardt hat hier als Jugendkoordinator das Sagen. Der 26-Jährige ist selbst Gimbsheimer und Kapitän der Bezirksliga-Mannschaft. Bei „Anpfiff ins Leben“ ist er hauptamtlich angestellt und beim SV als Geschäftsführer eingesetzt. „Bei der Jugend entscheide alles ich“, sagt Marquardt. Bei Trainerentscheidungen hat er das Wort. „Ich achte schon darauf, dass die vereinsnah sind“, offenbart er.

„Die Jugendarbeit ist professioneller geworden“, schildert Bambini- und F-Jugendtrainerin Dr. Anja Backhaus-Elat. Die Trainer haben über „Anpfiff ins Leben“ zusätzliche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu den Angeboten vom Verband. Zum Beispiel arbeitet das Jugendförderzentrum mit Sportpsychologen zusammen. Nicht nur neben, sondern auch auf dem Platz sollen die Fußballer „bestmöglich ausgebildet werden“, nennt Marquardt die Intention des Zentrums. Ein Großteil der Übungsleiter im Jugendbereich sind dementsprechend mittlerweile Lizenztrainer.

 

Bei aller Professionalisierung – der Zweck des Jugendförderzentrums sei nicht, Messis oder Ronaldos zu kreieren, betont der Jugendkoordinator. Entgegen einer Bild-Schlagzeile gehe es auch nicht darum, ein „Hopp-Imperium“ mitaufzubauen: „Wir haben hier Breitensport, keinen Leistungssport“, sagt Marquardt. Sichtungen, Scouting, Aufnahmeprüfungen – bis dato Fehlanzeige. Für die Betreuung durch das Jugendförderzentrum existiert nur eine Bedingung: die Vereinsmitgliedschaft. Für die wiederum ist ein Wohnort, der höchstens 15 Kilometer entfernt liegt, Voraussetzung. „Ausschlusskriterium“, verdeutlicht Marquardt. Von weiter weg wird niemand aufgenommen.

140 Fußballer zählt der Verein mittlerweile im Jugendbereich, 2013 waren es noch 60. „Noch mussten wir zum Glück niemanden abweisen“, berichtet der 26-Jährige. Auch künftig hofft er, nicht selektieren zu müssen. Die Infrastruktur und das Angebot haben Strahlkraft. Ein klarer Wettbewerbsvorteil zu den umliegenden Vereinen. „Klar gibt es da Neid“, offenbart der Jugendkoordinator. Bislang spielen alle Jugendmannschaften des SV in unteren Klassen. Mit dem Zulauf ist es allerdings nur eine Frage der Zeit, bis auch hier die SV-Fahne höher weht. „Wenn die Nachfrage größer ist, kann man zukünftig dann auch eine E1 und E2 stellen“, führt Marquardt aus. Und falls bei all den Maßnahmen dann doch ein kleiner Messi oder Ronaldo herausspringen sollte? „Talente werden automatisch abgegriffen“, schildert der Gimbsheimer. „Ich bin der Letzte, der sagt, du musst hierbleiben.“ Über den kurzen Dienstweg würde der Kicker dann aber natürlich eher nach Hoffenheim vermittelt als nach Mainz oder Kaiserslautern, verrät Marquardt.

Quelle: Wormser Zeitung 01.03.2017 Autor: Nils Salecker